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Seelsorge - Hospiz-Statdlohn.de

Dem Sterben Leben geben

Die Sorge um die Seele hat bedingungslos den gleich hohen Wert wie die Sorge um Körper und Geist des Menschen. In diesem Sinn arbeitet die Seelsorge in Zusammenarbeit mit dem Hospiz-Team fürsorglich und seelsorglich für die Gäste, die ihre letzte Lebensphase im Elisabeth-Hospiz verbringen.

Das Hospiz steht Menschen aller Konfessionen und Weltanschauungen offen. In ihrer überkonfessionellen Haltung ist das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, dass der Sterbende mit all seinen Bedürfnissen gesehen wird und damit im Mittelpunkt der Begleitung steht.

Dabei ist wichtig, dass der Gast und die Zugehörigen Menschen  an ihrer Seite haben, die ihnen in aufrichtiger Anteilnahme genau zuhören – Menschen, die helfen und unterstützen, diesen oft schweren Weg zu gehen. Die Seelsorge sieht sich als Wegbegleiter, die mit auf Sinnsuche gehen und helfen, Antworten auf die Frage zu finden, was den Gast durch sein Leben getragen hat und immer noch trägt. Dabei hat die Seelsorge auch immer die Zugehörigen im Blick und begleitet sie, wenn gewünscht, auf diesem Weg.

Die Antworten haben viel mit der Lebensgeschichte des Einzelnen zu tun. Nicht selten beziehen sie sich auf deren persönliche Lebensereignisse, Erlebnisse und Personen, oft auch auf die Natur, die Schöpfung. Viele Menschen trägt ihre innere Beziehung Gott und damit ihre Verbundenheit an ein Leben bei Gott, in das sie ihrem Glauben und ihrer Hoffnung zufolge zurückkehren werden.

Aber welch innere Einstellung und Geist auch immer die persönliche Sinngebung des Lebens trägt, so kommt es selbst mit der festen Hoffnung auf ein gutes ‘Danach’ auf dem Weg dorthin zu traurigen und leidvollen Situationen und Nöten.

Durch den bevorstehenden Tod werden alle Beziehungen zu den Liebsten getrennt. Aber auch bis dahin gilt es schon viele Schritte des Abschieds

zu gehen.

Es ist ein Abschied vom eigenen Lebensentwurf, von Zukunftsplänen, vom Beruf, bzw. den Aufgaben des Lebens, Abschied vom Zuhause mit allen liebgewonnenen Gewohnheiten.

Letztlich muss jeder Mensch sogar Abschied von seinen Kompetenzen und damit von sich selbst nehmen, von seiner Selbstkontrolle und Eigenständigkeit, da er, bedingt durch die schwächende Krankheit, mehr und mehr auf fremde Hilfe angewiesen ist.

In diesen Situationen braucht es die bewusste, liebende Fürsorge des ganzen Teams, damit jeder Gast in seiner Einzigartigkeit mit größtem Respekt vor seinem Selbst und vor seinem gestalteten Leben verständnisvoll begleitet wird.

Seelsorge ist aus Glauben motivierte Zuwendung und gehört dadurch zu den Kernaufgaben und Kernkompetenzen der Kirche. Professionelle Seelsorge ist bestimmt durch eine qualifizierte Ausbildung und Beauftragung durch die Kirche und die Verpflichtung zur Wahrung des Seelsorgegeheimnisses.

Die Seelsorge ist, unabhängig von der Konfession des Menschen, Ansprechpartner für spirituelle und existentielle Themen und Fragen. Sie hält die Ambivalenz des Lebens aus und wach. Zusammen mit den Menschen eröffnet sie nach Möglichkeit neue Räume und Zugänge.

Seelsorge ist an keine Bedingung, Religion oder Weltanschauung geknüpft und ist immer ergebnisoffen. Seelsorge bedeutet:

Wahrnehmen

Beistand leisten

Die Person in den Mittelpunkt stellt
(Was willst Du, dass ich Dir tun soll?)

Sich für diese einzigartigen Person interessieren
(Biographie)

Dieses Leben mit seinen Grenzen und Brüchen wertschätzen

Existentielle und spirituelle Themen aufgreifen/ansprechen

Dem Unfassbarem Raum und Ausdruck geben
(auch durch Rituale u. Symbole)

Miteinander Kraftquellen entdecken

Abschied ansprechen, ermöglichen und gestalten

Zugehörige im Blick haben, begleiten und einbinden

Andere Seelsorger bzw. spirituell Begleitende vermitteln

Seelsorge für das Team, Gestaltung von Gedenkfeiern etc.

„Jeder Mensch ist mehr
wert als alles Gold der Erde, weil
er Tochter oder Sohn Gottes ist.“

(Joseph Kardinal Cardijn)

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